Märchenerzählungen

mit Musik von Engelbert Humperdinck, Nikolai Rimsky-Korsakow und Maurice Ravel

Sabine Nova Violine
Hubert Kerschbaumer » Klarinette
Leonard Eröd » Fagott
Rainer Nova Klavier

Wer kennt sie nicht, die phantastischen, bezaubernden, zum Teil auch schonungslos brutalen Geschichten von Hans Christian Andersen, den Gebrüdern Grimm und all den anderen wunderbaren Märchenautoren. Scheinbar mühelos trotzen ihre Stories der multimedialen Reizüberflutung des 21.Jahrhunderts und begeistern jede Generation aufs Neue.
Für Musiker und Komponisten bedeutet die Welt der Fabeln, Sagen und Märchen seit jeher eine unerschöpfliche Inspirationsquelle.
Und wenn sie nicht gestorben wären, so vertonten sie wohl noch heute...

Das CrossNova-Ensemble stellt einer Suite aus Engelbert Humperdincks Oper "Hänsel und Gretel" zwei weitere eigene Bearbeitungen - quasi im Taschenbuchformat - opulenter Orchesterwerke gegenüber:
Maurice Ravels Suite Ma mere l´Oye und Nikolai Rimsky-Korsakows sinfonische Dichtung Scheherazade.

Programm

Leonard Eröd
(1810-1856)

"Hänsel und Gretel"
Suite für Violine, Klarinette, Fagott und Klavier

nach der Oper von Engelbert Humperdinck

 

Marice Ravel
(1875-1937)

Ma mére l´Oye. Cinq piéces enfantines
(Bearbeitung für Violine, Klarinette, Fagott und Klavier von Rainer Nova)

  1. Pavane de la Belle au bois dormant
    (Pavane für Dornröschen)
  2. Petit Poucet
    (Däumling)
  3. Laideronnette, impératrice des Pagodes
    Laideronette, Kaiserin der Pagoden)
  4. Les Entretiens de la Belle et de la Béte
    (Unterhaltung zwischen der Schönen und dem Tier)
  5. Le Jardin féerique
    (Der Zaubergarten)

PAUSE

Nikolai Rimski-Korsakow
(1844-1908)
Scheherazade, op.35
(Bearbeitung für Violine, Klarinette, Fagott und Klavier von Leonard Eröd)
  1. Das Meer und Sinbads Schiff
    (Largo e maestoso – Allegro non troppo)
  2. Die Geschichte vom Prinzen Kalender
    (Lento – Andantino – Allegro molto – Con moto)
  3. Der junge Prinz und die junge Prinzessin
    (Andantino quasi allegretto – Pochissimo piú mosso – Come prima – Pochissimo piú animato)
  4. Feier in Bagdad. Das Meer. Das Schiff zerschellt an einer Klippe unter einem bronzenen Reiter.
    (Allegro molto – Vivo – Allegro non troppo maestoso)

Leonard Eröd/Engelbert Humperdinck: "Hänsel und Gretel"

Die spätromantische Oper von Engelbert Humperdinck Hänsel und Gretel entstand in den frühen 1890er Jahren.
Das Libretto verfasste Adelheid Wette nach dem Märchen Hänsel und Gretel der Brüder Grimm. Die Werkbezeichnung der Autoren lautet Märchenspiel in drei Bildern, Humperdinck nannte sein Werk in ironischer Anspielung an Richard Wagners Oper Parsifal ein Kinderstubenweihfestspiel.
Leonard Eröd hat für das CrossNova Ensemble aus dieser Oper eine kammermusikalische Suite maßgeschneidert.


Maurice Ravel: Ma mére l´Oye

Der Titel der Suite (wörtlich "Meine Mutter, die Gans") könnte den Hörer in die Irre führen: Die Gans ist nur gleichsam die Erzählerin der folgenden Märchen. Ravel hat die Suite für die Kinder seines polnischen Freundes Cyprian Godebski komponiert, in dessen Haus bei Paris er sich gerne aufhielt.
"Der Plan, in diesen Stücken die Poesie der Kindheit heraufzubeschwören, hat mich von selbst dazu geführt, meinen Stil zu vereinfachen und meine Schreibweise zu erdünnen."
Die Themen, mitunter durch literarische Mottos kommentiert, fand Ravel in französischen Märchen des 17.Jahrhunderts von Charles Perrault und Marie Cathérine Aulnoy.

Nikolai Rimski-Korsakow: Scheherazade

Scheherazade ist eine der Hauptfiguren aus der Rahmenhandlung der Geschichten von Tausendundeiner Nacht. Sie ist die Tochter des Wesirs des Königs Schahrayâr.
Die Geschichte von Scheherazade und Schahrayâr basiert auf einer alten persischen Märchensammlung mit dem Namen Hezâr Afsâna, Tausend Mythen.
Rimski-Korsakows Suite besteht aus vier Sätzen. Der Komponist ließ sich zunächst überreden, ihnen programmatische Titel (siehe Programmübersicht) zu verleihen, entfernte sie aber später wieder zugunsten reiner Tempobezeichnungen und wandte sich dagegen, ein "Geschichtenerzählen" in die Musik hineinzuinterpretieren.
Das Orchesterwerk zeichnet sich durch zwei typische Merkmale der russischen Musik und speziell der Kompositionen von Rimski-Korsakow aus: eine farbenfrohe Instrumentation und eine im russischen Reich weit verbreitete Begeisterung für alles Orientalische.

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